Schnee-Eulenanlage ist eröffnet

Die beiden Schnee-Eulen in der neuen Anlage im Tiergehege.

Mit Einweihung der neuen Schnee-Eulenanlage setzt das Tiergehege der OGM im Kaisergarten die Haltung dieser nordischen Eulen nach einer siebenjährigen Pause fort. Nachdem die alte Anlage 2011 baufällig wurde und die damaligen Eulen daher ausziehen mussten, war erst unklar, ob es erneut eine Haltung im Tiergehege geben würde. Die damals geschätzten Kosten zur Renovierung der alten Anlage von rund 10.000 Euro waren gesehen auf das Gesamtbudget des Tiergeheges ein sehr großer Posten.

Schnell entwickelte sich aber ein Engagement bei den Besucherinnen und Besuchern, aber vor allem in der Rolandschule Oberhausen, die eine Neuanlage finanziell unterstützen wollten. Spenden wurden gesammelt, Einnahmen von Schulfesten gingen zu Gunsten dieses Projektes an den Förderverein des Tiergeheges. Und auch die „Freunde des Tiergehege im Kaisergarten e.V.“ setzten viel daran, das nötige Startkapital zusammen zu bringen.

Sie steuerten knapp die Hälfte der Kosten der neuen Anlage hinzu. Diese sollte thematisch bei den schon vorhandenen Uhus des Tiergeheges errichtet werden. Der Plan wurde erarbeitet und im Herbst 2017 ging es an die Grundsteinlegung. Arbeiten wie die Fundamente und das Holzständerwerk der Anlage wurden von externen Fachfirmen ausgeführt, viele andere Arbeiten, insbesondere die Verdrahtung und die Bodenarbeiten wurden von Mitarbeitern des Tiergeheges der OGM durchgeführt.

Bereits im letzten Jahr wurde nach einem Besatz der neuen Anlage Ausschau gehalten. Die Gehegeleitung entschied sich für zwei gleichgeschlechtliche, junge Tiere. Leider gab es diesen Winter viele Verluste durch einen grassierenden Virus, so dass Anfang 2018 keine Tiere aus Zootierhaltung zu erhalten waren. Die beiden Schneeeulenmädchen, die nun im Kaisergarten eingezogen sind, stammen aus der Zucht eines Privathalters aus dem Süddeutschen.

Aufgrund dessen sind sie den regen Besucherverkehr eines Tierparks noch nicht gewohnt und brauchen ihre Zeit, um sich an die für sie neuen Gegebenheiten, zu gewöhnen. Daher ist der Bereich der Voliere in einem Radius von etwa 50 Meter abgesperrt und für die Besucherinnen und Besucher noch nicht begehbar. So haben die Eulen die Chance, sich das Treiben aus der Entfernung erst einmal in Ruhe anzusehen.