Praktikum bei der OGM als wichtige Erfahrung

Osman Kawa bei Arbeiten am Wilhelm-Meinicke-Park.

An die zum Teil langen Worte der deutschen Sprache kann er sich noch immer nicht recht gewöhnen. „Alphabetisierungskurs“ zählt da noch zu den harmloseren Begriffen, die in den eigentlich kurdisch gewohnten Ohren von Kawa Osman für Verwirrung sorgen. Umso erstaunlicher, wie gut der vor gut zwei Jahren aus dem syrischen Qamischli nach Deutschland geflohene junge Mann sich hier bereits verständigen kann. Das kommt ihm bei seinem vierwöchigen Praktikum sehr zu Gute, das er bei der OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH absolviert.

Der 20-Jährige geborene Syrer besucht das Käthe-Kollwitz-Berufskolleg, wo er sich auf seinen Schulabschluss vorbereitet. Einen Praktikumsplatz zu finden, war für ihn nicht einfach. „Ich habe einige Bewerbungen geschrieben, aber immer Absagen bekommen“, erinnert er sich. Kurz vor Beginn des Praktikumstermins kam dann der Kontakt zur OGM zustande. „Als wir davon erfuhren, haben wir sofort geschaut, wo wir kurzfristig Plätze schaffen können“, erklärt OGM-Geschäftsführer Hartmut Schmidt, der daraufhin Osman und zwei weiteren Landsleuten aus seiner Klasse jeweils einen Platz zur Verfügung stellen konnte.

Im Bereich der Grünflächenpflege hat Osman beispielsweise bei der Sommerbepflanzung der Beete mitgeholfen und insgesamt einen Einblick in das hiesige Arbeitsleben erhalten. „Er hat seine Sache wirklich gut gemacht und kam auch durch seine freundliche Art bei den Kollegen an“, zeigt sich OGM-Disponentin Jutta Zander zufrieden mit dem Praktikanten. Dieser gibt das Lob zurück. „Die Arbeit ist interessant und die Kollegen nett“, sagt Osman mit einem breiten Lächeln.

Bepflanzung im Grillo-Park.

Nach Ablauf des Praktikums am 8. Juni widmet er sich wieder ganz seinem Schulabschluss. Den will er unbedingt, auch weil er erst dann zum Rest seiner Familie nach Köln ziehen darf. Denn während er schon vor dreieinhalb Jahren aus dem Nordosten Syriens floh und nach einem Jahr in der Türkei über Stuttgart und Dortmund nach Oberhausen gelangte, kamen seine sieben Geschwister später und wurden nach Köln zugewiesen. „Ich darf aber erst nach meinem Schulabschluss dahin nachziehen oder wenn ich eine Lehre anfange“, weiß Osman.

Ob er sich nach seinen Erfahrungen bei der OGM eine Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau vorstellen kann, weiß er noch nicht. „Am liebsten würde ich zur Feuerwehr“, antwortet er auf die Frage nach seinem Berufswunsch. Dafür würde er sich auch an Worte wie Feuerwehrmannanwärter gewöhnen.