„Pilz“ auf dem Westfriedhof mit neuem Dach

Daniela Wendel (r.) und Monika Bechlin freuen sich über das neue Dach auf dem „Pilz“ im Westfriedhof.

Es ist weitaus mehr als nur ein Unterstand. Seit Generationen nennen ihn die Menschen in Lirich liebevoll ihren „Pilz“. Nachdem das 60 Jahre alte Reetdach des Treffpunktes mit seinen insgesamt sechs Sitzbänken auf dem Westfriedhof vor zwei Jahren einem Brand zum Opfer fiel, hat der Orientierungspunkt auf dem alten Teil des größten Oberhausener Friedhofs nun wieder ein neues Dach erhalten.

Auch wenn die Entscheidung gegen ein pflegeintensives Reetdach ausfiel, ist Daniela Wendel hochzufrieden mit dem Ergebnis. Die für die Friedhöfe zuständige Abteilungsleiterin der OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH ist besonders von der Dachhaube angetan. „Das gibt dem Ganzen einen passenden Abschluss“, findet Wendel. Mit dem sechsseitigen abgewalmten Turmdach, so der Fachbegriff für das Dach, steht den Besuchern des Westfriedhofes nun wieder ein ansprechender Ort zum Verweilen zur Verfügung. Die ursprünglichen Metallstreben wurden dabei absichtlich belassen und in die neue Holzkonstruktion mit dem wetterfesten Dach integriert.

Die Dachhaube.

Der Platz mit den weiterhin sechs Sitzbänken ist aber noch mehr als ein Ort zum Durchatmen. „Er ist ein Treffpunkt für viele Besucher und dient vielen auch als Orientierungshilfe bei der Größe des Friedhofes“, weiß Betriebsstellenleiterin Monika Bechlin. Der Unterstand wurde 1956 bei der Erweiterung des seit 1891 existierenden Friedhofs errichtet und steht dabei in zentraler Position in der Nähe vom Hochkreuz. „Im Kreisverkehr“, wie Bechlin meint. Von hier aus führen gleich sechs Wege in praktisch alle Richtungen des Friedhofes, der als herrlich gewachsene Parklandschaft immer wieder auch viele Besucher zu einem gemütlichen Spaziergang in ruhiger Umgebung einlädt.