Waldbrandgefahr ist unverändert hoch

Die Feuerwehr muss derzeit häufiger ausrücken als üblich.

Unter den derzeit heißen Temperaturen ächzen fast alle, sofern sie sich nicht im Freibad oder im See abkühlen können. In der Natur sorgt die Trockenheit sogar für noch größere Probleme. Die Waldbrandgefahr ist in Oberhausen zwar noch nicht auf der allerhöchsten Stufe, dennoch sind viele Pflanzen, Bäume oder Wiesen in unserer Stadt so gut wie ausgetrocknet und der kleinste Funke kann schon zu einem Brand führen. Zahlreiche Mitarbeiter der Stadt Oberhausen, der OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH und auch der Oberhausener Feuerwehr sind derzeit in Verbindung mit der extremen Trockenheit vermehrt im Einsatz und appellieren daher noch einmal an alle Bürgerinnen und Bürger, in Verbindung mit Feuer jeglicher Art Vorsicht walten zu lassen.

In den vergangenen Tagen ist die Zahl der Einsätze der Oberhausener Feuerwehr in Verbindung mit witterungsbedingten Bränden stark nach oben gegangen. Weit über 20 Einsätze wurden der Feuerwehrleitstelle im Zusammenhang mit der Trockenheit gemeldet, wie deren Sprecher Jörg Preußner berichtet. Zumeist handelte es sich um vertrocknete Grasflächen, die Feuer gefangen hatten. Aber auch Flächen von mehreren hundert Quadratmetern mussten gelöscht werden.

Es gibt zwar keine präventiven Maßnahmen, um Bränden grundsätzlich vorzubeugen, aber zahlreiche Dinge, die jede Bürgerin und jeder Bürger beachten kann. Dazu gehört vor allem, sich in der freien Natur aufmerksam zu verhalten. „Die Menschen sollten gerade jetzt bei jeder Rauch- oder Geruchsentwicklung sehr sensibel reagieren und das so schnell wie möglich melden“, sagt Stadtförster Jürgen Halm. Kleine Entstehungsbrände sollten gelöscht werden, wenn es gefahrlos möglich ist, ansonsten unter der Notrufnummer 112 die Feuerwehr informieren.

Als selbstverständlich sollten besonders in diesen Tagen die üblichen Verhaltensregeln in der freien Natur gelten. Offenes Feuer im Wald, in der Nähe eines Waldes oder an ausgetrockneten Feldern oder Grasflächen sind absolutes Tabu. Aber auch Hecken, Sträucher und Bäume sind derzeit sehr trocken und können leicht entzündet werden. Daher ist auch das Grillen außerhalb von ausgewiesenen und sicheren Grillstellen zu unterlassen. Dies gilt auch für die oft verwendeten Einweggrills.

Raucher werden gebeten, keine Zigarettenkippen achtlos wegzuwerfen. Dies gilt auch für die Fahrt im Auto sowie im Zug. Alleine zweimal musste die Feuerwehr zuletzt ausrücken, um Brände am Bahndamm zu löschen, die vermutlich durch Zigarettenkippen entstanden, die achtlos aus dem Zug geschnipst wurden.

Vorsicht auch bei Glasabfällen, sie könnten bei Sonnenbestrahlung als Brennglas wirken. Wer Glasscherben auf vertrockneten Rasenflächen entdeckt, sollte versuchen sie zu beseitigen. „Allerdings nur, wenn es gefahrlos möglich ist“, warnt Preußner vor möglichen Schnittverletzungen.

Autofahrer sollten zudem darauf achten, nicht mit ihrem Fahrzeug über entzündlichem Untergrund zu parken. „Der erhitzte Fahrzeugmotor könnte ebenfalls eine Zündquelle darstellen“, weist der Feuerwehr-Sprecher auf eine von vielen unterschätzte Gefahr hin.

Weitere Informationen gibt es auch auf der Internetseite des Landesbetriebes Wald und Holz NRW unter www.wald-und-holz.nrw.de.