Eichenprozessionsspinner sorgte für viel Arbeit

Erfahrungen fließen in Strategie für das nächste Jahr ein

Nest des Eichenprozessionsspinners.

Die Raupen werden höchstens fünf Zentimeter groß und sehen mit ihrem samtig behaarten Körper durchaus recht hübsch aus. Das ist jedoch nicht der Grund, warum die Larven des Eichenprozessionsspinners in den vergangenen vier Monaten für viel Aufsehen und auch viel Arbeit bei den Mitarbeitern der OGM gesorgt haben.

Denn auch bedingt durch das warme Frühjahr stieg die Population des Insekts in diesem Jahr stark an, welches sich die Blätter der vielen Eichen im Stadtgebiet gut schmecken ließ. Dies kann auf Dauer die Bäume schädigen, doch das größere Problem sind die mit einem Nesselgift und Widerhaken ausgestatteten Haare der Larve, die bei Menschen gesundheitliche Probleme auslösen können.

Daher müssen die Nester an Bäumen, die im öffentlichen Verkehrsraum stehen, entfernt werden. Dank vieler Hinweise aus der Bevölkerung wurden in den vergangenen Monaten über 500 Eichen mit entsprechenden Nestern an öffentlichen Stellen in Oberhausen entdeckt. „Am Anfang verwechselten einige Bürger den Eichenprozessionsspinner mit der Gespinstmotte, doch schon nach recht kurzer Zeit hatte sich eine hohe Trefferquote eingestellt“, weiß Stadtförster Jürgen Halm von der OGM zu berichten.

Nest des Eichenprozessionsspinners am Baum.

Doch das Entdecken der Nester ist erst der Anfang einer langen Arbeitskette, die mittlerweile so gut wie abgeschlossen ist. Zunächst überprüften Mitarbeiter der OGM die von aufmerksamen Bürgerinnen und Bürgern genannten Bäume und nahmen dabei auch das Umfeld genau ins Visier. „Daraufhin wurden die befallenden Bäume dokumentiert und in eine Liste aufgenommen“, erläutert Jürgen Halm die weitere Vorgehensweise. Nun mussten Spezialfirmen mit der Beseitigung der Nester nach einer festen Prioritätsliste beauftragt werden. Eichen in der unmittelbaren Umgebung von Schulen oder Kindertagesstätten etwa besaßen dabei oberste Priorität und wurden zeitnah beseitigt.

Mittlerweile sind so gut wie alle der gemeldeten Nester entfernt, was die Stadt rund 80 000 Euro gekostet hat. Gleichzeitig beginnen schon jetzt die Vorbereitungen, um für das nächste Frühjahr so gut wie möglich gewappnet zu sein. „Unter Berücksichtigung aller Sicherheits- und Umweltauflagen wird jetzt eine Strategie ausgearbeitet, um bestmöglich vorbereitet zu sein“, erklärt Halm. Denn die Falter legen bereits fleißig ihre Eier in der Umgebung ab.