Sieger-Entwürfe im Stadtteilbüro Osterfeld präsentiert

Sieger-Entwürfe im Stadtteilbüro Osterfeld präsentiert
Die Ergebnisse des Architektenwettbewerbes für den Bau eines Multifunktionskomplexes am Standort der GSO sind für drei Wochen öffentlich ausgestellt. 

Im Rahmen des Stadterneuerungsprojektes „Soziale Stadt Osterfeld“ soll am Standort der Gesamtschule Oberhausen ein Ort der Kommunikation und Bildung entstehen. Die OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH plant als Projektmanagerin für die Stadt Oberhausen dort den Bau eines Multifunktionskomplexes und präsentierte am Donnerstag die Sieger-Entwürfe des Architektenwettbewerbes im Osterfelder Stadtteilbüro an der Gildenstraße.

Demnach soll ein Gebäudetrakt entstehen, der neben einem Jugendzentrum auch eine zukunftsfähig aufgestellte Stadtteilbibliothek und eine neue, zeitgemäße und für den Stadtteil als Veranstaltungsort geöffnete Mehrzweck-Aula beherbergen soll.

„Der Ort soll als Treffpunkt im Zentrum Osterfelds wahrgenommen werden und die unterschiedlichen Angebote der bestehenden Infrastruktur vernetzen“, unterstrich Oberbürgermeister Daniel Schranz am Donnerstag bei der Präsentation der Architektenpläne im Stadtteilbüro.

Um Platz zu schaffen, soll der bisherige Gebäudetrakt an der Westfälischen Straße / Ecke Heinestraße, in dem derzeit die Schulverwaltung, die Schul-Aula und die Räumlichkeiten des ehemaligen Kinderpädagogischen Dienstes untergebracht sind, für den großen Neubau weichen.

„Insgesamt soll eine Einrichtung entstehen, die als ein Ort der Kommunikation, Bildung und Partizipation für alle Bürgerinnen und Bürger verstanden wird“, erklärte Schranz weiter. An dieser Aufgabenstellung versuchten sich neun Architekturbüros aus dem gesamten Bundesgebiet, die bei dem von der OGM durchgeführten Planungswettbewerb teilnahmen. 

Das elfköpfige Preisgericht, zu dem neben Oberbürgermeister Daniel Schranz und OGM-Geschäftsführer Horst Kalthoff auch die Beigeordnete Sabine Lauxen, der Osterfelder Bezirksbürgermeister Thomas Krey sowie Daniela Krey von SJD‑Die Falken auch Experten von namhaften deutschen Architekturbüros zählten, hatte sich im September für die besten Entwürfe entschieden. „Die gute Qualität der eingereichten Wettbewerbsunterlagen haben eine Entscheidung nicht leicht gemacht“, so OGM-Geschäftsführer Horst Kalthoff.

Mit dem ersten Preis prämiert wurde der Entwurf der Kölner Büros gernot schulz : architektur GmbH. „Von den eingereichten Arbeiten erfüllte er am besten die hohen Anforderungen an die gestellte Aufgabe“, erklärte Kalthoff weiter. Die Jury beeindruckte insbesondere, dass der Entwurf ebenso präzise wie attraktiv die Anforderungen der verschiedenen Nutzungen abbildet und zusammen mit dem Gebäudebestand ein attraktives und identitätsstiftendes Ensemble für den Stadtteil Osterfeld schafft.
Er beantwortet die prägnante Backsteinarchitektur des Bestandsgebäudes mit drei homogenen Baukörpern, die den Bestand stimmig ergänzen und bis zur Westfälischen Straße verlängern. Jede der drei Nutzungen erhält dabei einen eigenen Baukörper. Ein dreigeschossiger Kubus mit großzügiger Freitreppe für die Bibliothek, ein eingeschossiges Jugendzentrum, das sich um einen intimen Innenhof gruppiert, und einen Verbindungsbau mit Mehrzweck-Aula, der alle Gebäudeteile verbindet und über eine Rampen-Treppen-Kombination Neubau und Altbau barrierefrei erschließt.

Insgesamt entsteht so ein Multifunktionskomplex, in dem die Stadtteilbibliothek mit einer Nettonutzfläche von ca. 1.400 qm, die Mehrzweck-Aula mit ca. 500 qm Nettonutzfläche und das Jugendzentrum mit ca. 400 qm Nettonutzfläche vertreten sein sollen.

Der zweite Preis wurde nicht vergeben, der dritte Preis ging an das Büro Boris Enning Architekt BDA Stadtplaner aus Köln. Die Büros Banz + Riecks aus Bochum und Kuehn Malvezzi Associates aus Berlin erhielten für ihre Arbeiten eine Anerkennung.
„Noch im November soll in weiteren Gesprächen mit den zwei Preisträgern endgültig entschieden werden, welcher der Entwürfe einem Förderantrag zugrunde gelegt werden soll, der im Dezember gestellt wird“, erläuterte OGM-Geschäftsführer Hartmut Schmidt den weiteren Ablauf. Das Preisgericht unter dem Vorsitz des Stuttgarter Architekten Thorsten Kock empfahl die Realisierung des ersten Preises.

Die Pläne aller eingereichten Entwürfe sind nun für drei Wochen im Stadtteilbüro Osterfeld an der Gildenstraße 20 für die Bevölkerung einsehbar.