Aus HDO Oberhausen wird ABZ Oberhausen

HDO ZuwendungsbescheidWirtschaftsminister Garrelt Duin und Bauminister Michael Groschek übergeben Zuwendungsbescheid zum Umbau des HDO in ein Ausbildungszentrum der Bauindustrie (ABZ) in Oberhausen-Osterfeld

Oberhausen/Düsseldorf. „Wir stehen heute vor einem bedeutenden Schritt für die nordrhein-westfälische Bauindustrie und für die Stadt Oberhausen. Wir freuen uns sehr, dass Wirtschaftsminister Garrelt Duin und Bauminister Michael Groschek gekommen sind, um uns persönlich den Zuwendungsbescheid über Landesmittel in Höhe von 14 Millionen Euro für den Umbau des HDO in ein hochmodernes, überbetriebliches Ausbildungszentrum (ABZ) zu überreichen.“ Mit diesen Fördergeldern sei die finanzielle Grundlage für den Aus- und Umbau des HDO-Gebäudes und des Gartendoms geschaffen, begrüßte Bauindustriepräsident Dirk Grünewald am 19. Februar die Teilnehmer am Pressetermin zur offiziellen Übergabe des Förderbescheides im ehemaligen „High Definition Oberhausen“ (HDO).

Er hieß besonders die beiden NRW-Minister Garrelt Duin und Michael Groschek sowie den Oberbürgermeister von Oberhausen, Daniel Schranz, willkommen. „Insgesamt investiert die nordrhein-westfälische Bauindustrie, zusammen mit den Fördermitteln des Landes, über 20 Millionen Euro in den neuen Standort in Osterfeld. Der Umzug ins HDO ist ein enormer Schritt für das Berufsförderungswerk der Bauindustrie“, berichtet Bauindustriepräsident Grünewald stolz.

„Investitionen in die berufliche Bildung sind Investitionen in die Zukunft unserer Branche und das Land Nordrhein-Westfalen. Das hier ent-stehende neue Kompetenzzentrum für die Berufsbildung wird eine Bereicherung für die nordrhein-westfälische Bildungslandschaft und für die Stadt Oberhausen“, so Grünewald weiter. Es sei ein wichtiger Impuls bei der Werbung um Auszubildende für die Baubranche. „Mit der Lage des Standortes bieten wir bestmögliche Bedingungen für Auszubildende und Unternehmen.“ Insbesondere die Infrastruktur mit der guten Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, die Nähe zum CentrO und die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten erfüllen unseren Leitgedanken für einen hohen Qualitätsstandard der Ausbildung, erklärt Bauindustriepräsident Grünewald.

Wenn die Planungen, Genehmigungsverfahren und Ausschreibungen zügig verlaufen, könne voraussichtlich Anfang 2017 mit den Umbauarbeiten begonnen werden, beschreibt Grünewald den weiteren Verlauf des Projektes. Bis dahin wird auch nach wie vor das Restaurant-Café Pictron täglich geöffnet sein.

Das Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW ist als Tochtergesellschaft des Bauindustrieverbandes NRW eine gemeinnützige Einrichtung für die überbetriebliche Ausbildung von jungen Menschen und der Weiterbildung in den Bauberufen. Zurzeit betreibt es drei Ausbildungszentren in Essen, Hamm und Kerpen. Das größte und älteste Ausbildungszentrum befindet sich seit rund 90 Jahren in Essen-Borbeck. Rund 200 Berufsanfänger pro Ausbildungsjahr werden dort noch während ihrer dreijährigen Ausbildung bis zu 37 Wochen ausgebildet, in einem Gästehaus untergebracht und durch die eigene Großküche verpflegt. Dieses in die Jahre gekommene, wegen der rückläufigen Ausbildungszahlen zu groß gewordene und damit nicht mehr wettbewerbsfähige Ausbildungszentrum wird mit dem Umzug nach Oberhausen-Osterfeld aufgegeben.

Der Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen ist ein freiwilliger Zusammenschluss von nordrhein-westfälischen Unternehmen der Bauindustrie. Als größtes Kompetenzzentrum der Bauindustrie betreut er mehr als 300 Mitgliedsunternehmen. International agierende Großfirmen zählen genauso dazu wie leistungsstarke mittelständische Betriebe aller Bausparten. Er gehört zu den größten bauindustriellen Landesverbänden in der Bundesrepublik Deutschland.

Das Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW gGmbH mit seinen überbetrieblichen Ausbildungszentren in Essen, Hamm und Kerpen unterstützt und fördert die nordrhein-westfälischen Bauunternehmen bei der Heranbildung qualifizierter Mitarbeiter in vielen Bereichen. Es ergänzt schwerpunktmäßig die betriebliche Ausbildung im gewerblichen, technischen und kaufmännischen Bereich. Durch den engen Kontakt mit den Vertretern der Bauunternehmen wird gewährleistet, dass die Aus- und Fortbildung in der Bauwirtschaft immer auf dem neuesten Stand der Technik ist. In Abstimmung mit der Landesregierung NRW gestaltet das Berufsförderungswerk die Weiterentwicklung der Berufsbildung sowie die Berufsbildungspolitik mit.