Pressemitteilung – OGM ergreift Maßnahmen gegen Eichenprozessionsspinner

OGM ergreift Maßnahmen gegen Eichenprozessionsspinner

Die OGM Oberhausener Gebäudemanagement GmbH lässt seit 2009 die Eichen auf dem Oberhausener Stadtgebiet vorsorglich auf den Befall durch Raupen des Eichenprozessionsspinners kontrollieren und wird damit im Auftrag der Stadt Oberhausen präventiv gegen gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Raupen des Eichenprozessionsspinners tätigt. Die Anzahl der zu kontrollierenden Bäume war im Laufe der Jahre auf über 600 angestiegen.

Vor diesem Hintergrund wird im Frühjahr auf Oberhausener Stadtgebiet, an den im Jahr 2018 befallenen Bäumen, eine vorerst einmalige, umfassende und frühzeitige prophylaktische Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners durchgeführt. Dabei soll das Produkt „Neem Protect“ zum Einsatz kommen.
Diese Maßnahme findet vom Boden aus statt und muss vor dem 3. Larvenstadium der Raupen durchgeführt werden, da hier der beste Wirkungsgrad erzielt werden kann und noch nicht die reizenden Brennhaare ausgebildet sind.

„NeemPro®tect ist ein Biozid mit Margosa Extrakt auf der Basis von Neemsamen und wird seit Jahren im ökologischen Landbau eingesetzt“, erläutert Diplom Forstingenieur Jürgen Halm von der OGM.
„Die Behandlungslösung wird großzügig auf die Blätter der zu behandelten Bäume aufgesprüht. Für einen Baum mittlerer Größe werden ca. 20 L Behandlungslösung benötigt“, so Halm weiter.
„Durch Fressen der behandelten Blätter nehmen die Raupen das Biozid auf. Bei den Raupen stellt sich in kürzester Zeit ein Fraß- und Entwicklungsstopp ein. Weitere Eiablagen werden so verhindert, die Raupen sterben erst ca. 2-7 Tage nach der Behandlung“, Halm abschließend.

Das Mittel wird an Eichenbäumen an öffentlichen Alleen, öffentlichen Straßen, öffentliche Parks und Gärten, Grünanlagen, an Bäumen an öffentlich zugänglichen Gebäuden, öffentlich zugänglichen Sportplätzen, Schul- und Kindergartengelände, Spielplätzen, Friedhöfen und an einigen Waldrändern angrenzend an Siedlungsbereiche ausgebracht. Die Behandlung kann nur in einem relativ engen Zeitfenster von wenigen Wochen vorgenommen werden, das abhängig ist vom Laubausbruch der Eichen und dem Erreichen der 3. Generation des EPS.

Während der Sprühaktion, die aus heutiger Sicht für den Zeitraum vom 23. April 2019 bis zum 3. Mai 2019 geplant ist sowie bis zum Antrocknen des Spritzbelages, dürfen die Flächen unter den behandelten Bäumen möglichst nicht betreten werden. Aufgrund möglicher Wetterbedingter Verschiebung kann der Behandlungszeitraum variieren und deshalb vorab zeitlich leider nicht genau festgelegt werden.

Beim Besprühen der Straßenbäume kann es zu Verunreinigungen an parkenden Fahrzeugen kommen. Deshalb bitten wir die Öffentlichkeit darum, den Parkraum und das Umfeld unter den befallenen Bäumen während des Behandlungszeitraums frei zu halten. In den betroffenen Straßenzügen werden frühzeitig Informationen an den Straßenbäumen angebracht.

Die befallenen Bäume befinden sich an über 110 Standorten sowohl in Grünanlagen als auch an Straßen. Die Schwerpunkte bei Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners liegen in Sterkrade in der Graßhoffstraße, im Höhenweg, in der Kirchhellener Straße und der Königshardter Straße, in der Lützowstraße und der Weißensteinstraße, in der Leibnitzstraße sowie in der Max-Eyth-Straße. Außerdem in der Ruhrorter Straße in Alt-Oberhausen.

Zusätzlich werden auch die Eichen im Volkspark Sterkrade, im Volksgarten Osterfeld und im Kaisergarten incl. Tiergehege dieser prophylaktischen Behandlung unterzogen.
Die Kosten für die frühzeitige prophylaktische Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners liegen bei ca. 60.000 Euro.
Sollten Sie zu einem späteren Zeitpunkt Nester des Eichenprozessionsspinners an städtischen Bäumen entdecken, melden Sie den Befall, möglichst mit genauer Ortsangabe und gegebenenfalls mit einem Bild, der Unteren Naturschutzbehörde unter naturschutzbehoerde@oberhausen.de.